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Cap. I VOM HERRN DES LICHTS
Absatz 1, Vom Wesen der Gottheit
(1) Als LOS die Riesin SUMu getötet hatte, fiel Blut aus seiner Wunde. Noch ehe der Tropfen die Riesin berührte, ward er zu einem gleißenden Gestirn und stieg auf in die unendlichen Himmel. Fortan erstrahlte Praios über Dere, sein Licht und Ordnung bringend.
(2) Unter seinem wahrhaftigen Blick ward alle Schöpfung von den Göttern über Gewürm und Getier bis hin zu den Menschen in vollendeter Ordnung. Sein Blick und göttliches Urteil ermaßen jedes Sein. Sein Urteil sprach das Göttliche 'Es sei! Und es sei gut und alles Dunkel soll vergehn!'
(3) Wo Bosheit, Dunkel, Lug und Chaos dräuen, entbrennt sein Zorn. Denn Praios zerschmettert den Makel auf dem Antlitz der Welt, wie der Schnitter das Unkraut ausreißt, auf dass die Saat im Licht der Sonne gedeihe. Fürchte seinen Zorn!
(4) Und Praios rief die Wahrsten und Gerechtesten. Die Könige auf Deren das Übel zu bekämpfen, die Wahrheit zu suchen, das Recht zu schützen, die Ordnung zu wahren.
Und seine Werkzeuge sind die feinsten und edelsten. Beuge dein Haupt und knie nieder vor der Ordnung seines Lichts und seinen Dienern!
(5) Sein Wesen ist EINS — ist WAHRHEIT, ORDNUNG, GERECHTIGKEIT und LICHT.
Denn ER ist eins mit der Wahrheit. Sein Blick sieht die Wahrheit — Praios ist die Wahrheit — dies ist wahr. Denn ER ist eins mit der Ordnung. Denn seine Gebote sind Gewissheit, seine Gebote sind Sicherheit in Ewigkeit. Denn ER ist eins mit Gerechtigkeit. ER sieht die Wahrheit — er stiftet die Ordnung. Wo Wahrheit und Ordnung herrschen, wird Ungerechtigkeit vergehen.
Denn ER ist eins mit dem Licht, wo SEIN Licht strahlt, erblasst das Dunkel, verbrennt das Böse, fügt Ordnung sich.
(6) ER ist der EINE.


Absatz 2 Von der Ordnung
(1) Praios Ordnung ist ohnegleichen und ohne Grenzen. ER ordnet die Zeit — und gibt uns Tag und Nacht, Stunde und Tag — wirr und blöd irrten wir umher — ohne Praios' Ordnung der Zeit. Der Tag würde zur Nacht, das Tagewerk zur Mühsal ohne Anfang und Ende.
(2) ER ordnet die Elemente. Schweres fällt und Wasser fließt. Wind kühlt und Feuer wärmt. Konfuse Wirre und voller Leere wäre die Welt — ohne Praios' Ordnung der Elemente. Wie Gallert schwämme Klump um Klump. Kein Oben und kein Unten.
(3) ER ordnet die Menschen. Edel herrscht und Fleißig schafft. Stark führt und Gehorsam folgt. Bellende Affen der Finsternis und Toren des Tuns wären wir ohne PRAios' Ordnung der Menschen. Dummheit fräße Tat, gepeitscht von niederen Gelüsten.
(4) Nichts vermag der Mensch ohne SEIN Licht und SEINE Ordnung. Doch verzage nicht, denn Praios schläft nicht und wacht darob. Keine Lüge, kein Chaos, keine Ungerechtigkeit, kein Dunkel magst du fürchten — wenn du SEINER Ordnung folgst. Verbrennet, zerstöret, vernichtet — wo dunkel Unrecht sich verdichtet.


Brevier der Zwöfgöttlichen Unterweisung,
Kaiser Hal Ausgabe 994 BF

Fundort Bearbeiten

  • Im Tempel des Praios, auf dem Lesepult in der nordwestlichen Ecke neben dem Ausgang.

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