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Koscher Fabelgeschichten

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Koscher Fabelgeschichten
Der Fuchs und der Rabe
Der Rabe stahl dem Fuchs einen Koschtaler Käse und flatterte mit seiner Beute zu seinem Baumhaus, um sich sein Mahl zu bereiten. Da er es aber nicht unterlassen konnte, zuvor über seinen Festschmaus laut zu prahlen, damit die anderen Baumbewohner es ihm neiden würden, lockte er damit den Fuchs heran. Dieser rief zum Raben hinauf: 'Ich bin beeindruckt, wie du es schafftest, mir mein Eigentum zu nehmen. Wenn dein Gesang ebenso gewaltig ist wie deine Schläue, so soll man dich zum König der Tiere krönen.' Eitel und ehrgeizig war der Rabe und so krächzte er, so laut er konnte. Dabei fiel ihm der Käse aus dem Schnabel, direkt vor die Pfoten des Fuchses. Der lachte über den törichten Raben und nahm sich sein Eigentum zurück.
Der Krake und der Drache
Durch die Tiefen des Großen Flusses schwamm ein Riesenkraken mit seinen Freunden, den Neckern und Nixen. Da sah der Krake über der Wasseroberfläche ein Thorwaler Drachenboot rudern und schlug es mit einem seiner mächtigen Arme entzwei. Ein großer Schatz sank in das Wasser und er sammelte ihn schnell auf. Die Flussmenschen sprachen: 'An diesen Kostbarkeiten werden wir noch lange unsere Freude haben.' Doch der Krake antwortete: 'Wieso wir? Der Fisch gehört dem, der ihn fängt!' Die Necker ließen ihre Fischschwänze enttäuscht hängen und schwammen stumm neben ihm weiter, als auf einmal der große böse Wasserdrache hinter einer Flussbiegung hervorschnellte. Seine Augen funkelten gierig, als er den Schatz erblickte, den der Krake mit sich trug und er riss bedrohlich das Maul auf. Die langen Arme des Kraken zitterten vor Angst und er fragte seine Freunde: 'Was sollen wir denn nun bloß machen?' Doch die Necker schüttelten nur mitleidig ihre hübschen Köpfe und sprachen 'Wieso wir?'. Und husch, waren sie zwischen den Wasserpflanzen verschwunden. Der Wasserdrache raubte dem Kraken nicht nur seinen Schatz, sondern jagte ihn den ganzen Großen Fluss entlang, sodass er seitdem nie wieder gesehen ward.
Der Magier und die Chimären
Es lebte einmal vor vielen Götterläufen ein Magier, der züchtete in seinem Turm Chimärenwesen. So wollte er etwa ein Tier, welches wenig Platz brauchte, aber ungebetene Gäste abschrecken konnte und erschuf den Brüllhamster. Eine Bäuerin kam zu ihm, die besaß nur ein einziges Huhn, welches täglich ein Ei legte. Sie fragte ihn: 'Gelehrter Zaubermeister, der du Macht über die Tiere hast, was muss ich tun, damit mein Huhn mehr Eier legt?' Und der Magier sprach: 'Versuche folgendes: Gib dem Huhn doppelt Futter, so wird es wohl doppelt Eier legen.' Eines Tages darauf kam er am Häuschen der Bäuerin entlang und sah wie das Huhn fett und krank geworden war. Die Frau hatte einen Elfen herbei gerufen und klagte dem ihr Leid, denn das Huhn legte nun gar keine Eier mehr. Der Elf sprach zu ihr: 'Wer zuviel haben will, wird eines Tages nichts mehr haben.' Er sah den Magier an und sagte ihm: 'Bedenke dies: Hätte die Katze Flügel, so wär kein Vogel mehr in der Luft. Hätte jeder was er wünschte, so hätte bald niemand etwas mehr.' So kehrte der Magier zu seinem Turm zurück, entließ die Chimären in die Freiheit und verließ den Kosch für alle Zeit.

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